Verein Arbeitsgruppe Strasshof

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Kategorie: Uncategorised

Die Zeremonie des Gedenkakts wurde eröffnet von den Schüler_innen der Volksschule Strasshof, die Steine, die sie mit den Namen der Opfer im Unterricht beschriftet hatten, beim Erinnerungsmal niederlegten.  

 


Die Beiträge der Redner_innen erinnerten an die Verbrechen der NS-Zeit, das Leid der Opfer und Bedeutung der Geschehnisse für die Gegenwart:

Bernhard Blank, Obmann, Verein Arbeitsgruppe Strasshof
Anna Petrasovits, Nationale Pilgerfahrt nach Strasshof
Peter Kussmann, Gemeinderat Strasshof
Zoltán Lomnici, Vorstand des Rats für Menschenrechte, Budapest
Gábor Hajas, Gesandter und Geschäftsträger der Republik Ungarn
Aus eigener Initiative ergriff auch Alfredo Braun, ein Überlebender des Lagers das Wort und erzählte von seiner Deportation nach Strasshof uns dem Aufenthalt im Durchgangslager.

Nach einer Kranzniederlegung am Erinnerungsmal folgte die Eröffnung der Holocaust-Waggon Ausstellung. Die ÖBB, die sich um die eisenbahntechnische Logistik bei dem Transport des Ausstellungswaggons bemüht hatten, stellten dem Ausstellung einen weiteren Waggon zur Seite, auf dem mit einem Poster die Beteiligung der Reichsbahn am Holocaust thematisiert wurde sowie  eine Landkarte auf der die Deportationszüge der jüdischen Opfer verzeichnet waren.
Die Ausstellung wurde von Peter Répás, dem Vorstandsmitglied der March of Living Foundation, Budapest und seinem Vater Iván Répás, der 1944 im Durchgangslager Strasshof geboren wurde eröffnet. Die Zeremonie schloss eine Rede von Rabbiner Tamás Verö ab. Am anschließenden Gebet beteiligte sich die Pastorin von Strasshof Ulrike Mittendorf-Krizner.

Während den österreichischen Teilnehmer_innen der Veranstaltung darauf die Möglichkeit hatten, die Ausstellung zu besichtigen, wurden die Gäste aus Ungarn mit ihren Bussen über das ehemalige Lagergelände geführt. Es folgte eine kurze Besichtigung der Orte der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeit in Strasshof. (Flugplatzgelände, ehem. Judenlager).
Bei der Massengrabanlage der Opfer des Durchgangslagers Strasshof fand ein gemeinsames Gebet der christlichen Glaubensgemeinschaften statt. Beim Denkmal der Roten Armee wandte sich der Kulturattaché der Russischen Föderation  in Österreich Alexey Skosirev  mit einigen Worten an die Anwesenden. Eine Kranzniederlegung schloss diesen Programmpunkt ab.

Die Gäste aus Ungarn wurden darauf ins Heizmuseum Strasshof transferiert, wo der Verein Arbeitsgruppe Strasshof für sie ein Mittagessen zur Verfügung stellte.
An Nachmittag schloss die „Feier des Überlebens“ die Veranstaltung ab.
Péter Róbert von der ORSZE Rabbineruniversität, Sándor Markus von MAZSIHSZ und Rabbiner Shayo Boaz  von der Lauder Business School Wien richteten Grußadressen an die Teilnehmer_innen der Veranstaltungen. Prof. Szabolcs Szita, der ehemalige Leiter des Holocaust Museums Budapest gab in einem kurzen Vortrag noch eine historischen Rückblick auf die Deportationen aus Ungarn nach Strasshof. Musikalisch begleitet wurde dieser Programmpunkt von Regionalmusikschule Strasshof.

Den Ausklang der Veranstaltung bildeten ein Konzert der Napsugár Zeichentanzgruppe und des IsReal Project Orchestra.  Die Napsugár Zeichentanzgruppe ist ein Integrationsprojekt für hörbehinderte Künsterler_innen, die ihre Darbietung unter Einbeziehung des Publikums durchführte. der BHS Gänserndorf Zum Abschluss begeistere das IsReal Project Orchestra die mit ihrer modernen Interpretation traditioneller jüdisch-ungarischer Volksmusik die Anwesenden aus Österreich und Ungarn.

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Das Erinnerungsmal wurde vom Künstler Karl Heinz Schreiner gemeinsam mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Strasshof entworfen und gebaut.

Betonplatte:
Vom Zugang aus 3% ansteigend im Gefälle, Radius 250cm, annähernd gerundet, Betonplatte ca. 18cm über Niveau. Diese Betonplatte wird mit einem Mosaik versehen, das über den Plattenrand bis zum Boden gezogen wird. Auf die Bewehrung der Betonplatte ist ein Schienenpaar aufgesetzt, so dass die Oberkante der Schiene max. 2 cm (Aufbau des Mosaiks) über die Oberfläche des Betons herausschaut.
Das Schienenpaar verläuft quer durch das Erinnerungsmal, zunächst parallel, dann auseinander.
Der Querschnitt der Schiene ist an den jeweiligen Enden der Schienen ersichtlich.Im dunklen Bereich des Mosaiks in weiß/beigen Buchstaben ein Spruch aus dem Chor der Geretteten von Nelly Sachs:

„Wir Geretteten bitten Euch: Zeigt uns langsam eure Sonne. Führt uns
von Stern zu Stern im Schritt. Lasst uns das Leben leise wieder lernen“


In der Mitte, im „Kelch“ der mosaikal gestalteten Blume, Platz für Lichter…
Der Kelch ist umkränzt von Hunderten von aufgestellten, weißen Fliesenscherben,  stellvertretend für die Vielzahl an Menschen, ihre Verletzlichkeit.Es entsteht durch die Farbgebung und durch die Säulen ein innerer (eine Art Gedenkraum) und äußerer Raum (stellt die Bedrohung des menschlichen Seins dar).Auf der Platte 7 gestaltete Säulen:
Säulenmitte zu Plattenmitte(Radius) 170cm Sie haben unterschiedliche Höhen von 230- 250 cm, sind unregelmäßig fünfeckig, An ihren Spitzen sind sie mit Stacheldraht umwunden, gleich wie der gegenüberliegende Zaun des Universale-Geländes von Stacheldraht bedeckt ist.

Zur Person: Karl-Heinz Schreiner
1957 in Linz geboren, absolvierte Karl-Heinz Schreiner zunächst die HTL für Hochbau
und studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Wien. Im Rahmen seines Malerei-Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien absolvierte er die Meisterklasse Friedensreich Hundertwasser. Seit 1986 ist er als freischaffender Künstler tätig. Zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland, Gestaltung von privaten und öffentlichen Räumen. Im Rahmen des Projekts Arbeitsgruppe Strasshof gestaltet Karl-Heinz Schreiner des Erinnerungsmal in Strasshof a.d. Nordbahn.

Das Durchgangslager Strasshof war in der Zeit des Nationalsozialismus eines der zentralen Durchgangslager für ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa. Zehntausende Menschen wurde zum Teil unter Zwang, zum Teil unter Vorspiegelung falscher Tatsachen hierher gebracht und im Osten Österreichs auf die unterschiedlichsten Arbeitsstätten verteilt. Hunderte kamen vor Ort zu Tode. Im Jahr 1944 wurden zudem über 20.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Ungarn nach Strasshof zur Zwangsarbeit depportiert. Vor allem ältere Menschen und Kinder entgingen damit ihrer Ermordung in Auschwitz und konnten den Holocaust überleben. Die Geschichte des Lagers  geriet nach Kriegsende vor Ort in Vergessenheit.

 
Gestrüpp und Gras wachsen heute über den letzten baulichen Resten des Durchgangslagers Strasshof, einem Leidensort Tausender Menschen. Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Strasshof haben sich auf die Suche nach den Spuren dieses nationalsozialistischen Verbrechens in Strasshof gemacht und ein Erinnerungsmal für die Opfer errichtet, damit das ihnen zugefügte Unrecht niemals vergessen wird.
Im Jahr 2009 begann unsere Arbeit an diesem Projekt. Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurden befragt, historische Quellen befragt, Material gesammelt. Im Jahr 2011 wurde im Auftrag der Arbeitsgruppe von Karl Heinz Schreiner das Erinnerungsmal in der Nähe des Durchgangslagers errichtet und im Herbst des Jahres im Zuge eines  Festakts  der Öffentlichkeit übergeben. Bereits im April des Jahres empfingen wir in Strasshof eine Gruppe von Überlebenden des Lagers aus Ungarn. Aus diesem Anlass wurde auch die Oper "Das Tagebuch der Anne Frank" als Oper im Heizhausmuseum Strasshof aufgeführt. Im Aprl 2012 wurde schließlich das gemeinsam mit Irene Suchy erarbeitete Buch zur Geschichte des Lagers präsentiert.
Zur Ausstellung "90 Jahre Strasshof" im Jahr 2014 wurde gemeinsam mit dem Heimatmuseum Strasshof ein eigener Ausstellungsteil zur Geschichte des Durchgangslagers gestaltet. Seit 2013 findet jährlich eine Gedenkfeier beim Erinnerungsmal statt.

 

Am 2. Mai 2015 wurde im Heimatmuseum Strasshof die Austellung „Unser Strasshof - Die ersten 90 Jahre” eröffnet (Dazu der Bericht im Bezirks-Journal: Strasshof feiert 90 Jahre).  Zu sehen ist dort, der von uns gemeinsam mit der gestaltenden Agentur section.a entwickelte Bereich „DULAG-GELÄNDE - Erinnerern und Vermitteln”, der die Zeit des Nationalsozialismus in Strasshof thematisiert.

Neben Dokumenten und Fotos sind in einer Audiostation auch die Lebenserinnerungen von zwei ungarischen Jüdinnen zu hören, die ihre Deportation nach Strasshof schildern. Zudem liegen in einer Leseecke mehrer Bücher zur Geschichte des Durchgangslagers und zur Geschichte der Zwangsarbeit wärhend der NS-Herrschaft auf.

Die Ausstellung Sonntags und Feiertags in der Zeit von 13-17 Uhr geöffnet.

Adresse Kulturhaus / Heimatmuseum Strasshof:
Bahnhofsplatz 22
2231 Strasshof

 

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Aktuell

Gedenkveranstaltung 2016:

Sonntag, 29. Mai 11.00 beim Erinnerungsmal

Programm

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