Empfang der Gedenkfahrt vom 30. Juni 2016

Am 30. Juni 2016 besuchte eine Gedenkfahrt des Ungarischen Verbandes der Opfer des Nationalsozialismus (Nácizmus Üldözötteinek Országos Egyesülete) das Erinnerungsmal in Strasshof. Die Überlebenden des Durchgangslagers Strasshof waren bereits 2011, als das Erinnerungsmal noch in Bau war, unsere Gäste gewesen.
Gemeinsam gedachten wir der Toten beim Erinnerungsmal, besuchten das Heimatmuseum Strasshof und nach einem gemeinsamen Mittagessen begleiteten wir die Gedenkfahrt zum Wiener Zentralfriedhof, wo sie einen Kranz am Massengrab der ungarisch-jüdischen Opfer niederlegte. 

Kategorie: Veranstaltungen

Gemeinsame Gedenkveranstaltung mit Gästen aus Ungarn am 29. Mai 2016

Am Sonntag den 29. Mai 2016 fand beim Erinnerungsmal die diesjährige Gedenkfeier für die Opfer des Durchgangslagers Strasshof statt. 

Redner:
•    Bernhard Blank Verein Arbeitsgruppe Strasshof
•    Ludwig Deltl, Bürgermeister von Strasshof
•    Dr. Anna Petrasovits Gründerin der Nationalen Pilgerfahrt
•    Mag. Lukas Mandl, Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag, in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
•    Dr. Gábor Hajas, Botschafter der Wiener Ungarischen Botschaft
•    Grußbotschaft von Miklós Soltész Staatssekretär für kirchliche Angelegenheiten
•    György Szabó, Vorsitzende der gemeinnützigen Stiftung des Ungarisch Jüdischen Vermächtnisses
•    Rabbiner Baruch Oberlander, Leiter des Budapester Orthodoxen Rabbinats
•    Pfarrerin Mag. Ulrike Mittendorf-Krizner,  Martin - Luther - Kirche von Strasshof
•    Jonathan Sándor Szénási, Reformierter Gefängnispfarrer von Baracska und Stuhlweißenburg
•    Noémi V. Szabó, Vortrag eines Gedichts eines Überlebenden


Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine interreligiöse Zeremonie beim Erinnerungsmal die mit einer Kranzniederlegung abgeschlossen wurde.
Im Anschluss führte der Weg der Gedenkfahrt aus Ungarn weiter zu den Orten ungarisch-jüdischer Zwangsarbeit in Wien. Die erste Station war das Massengrab im jüdischen Teil des Massengrabs des Wiener Zentralfriedhofs. Nach einer historischen Einführung von Eva Kovacs, Forschungsleiterin des Wiener Wiesenthal Instituts und Kuratorin des zweiten Veranstaltungsteils rezitierte Olga Veresné Vezér dort "Bruder" von BenS'lomo. Den Abschluss bildete eine religiöse Zeremonie und eine Kranzniederlegung am Massengrab. Die nächste Station war ein ehemaliges Wohnlager in der Schrankenberggasse 23. Dort erzählte Rabbi Baruch Oberlander anhand von Tagebuchaufzeichnungen aus dem alltäglichen Leben der dort Internierten. Darauf folgte ein kurzer Halt bei der Gedenktafel in der Hackengasse 11, wo vor allem Kinder interniert waren. Von dort ging es weiter zur Tempelgasse, wo Eva Kovacs und Kinga Frojimovics einen Überblick zur Geschichte des Ortes gaben. Den Abschluss fand die Veranstaltung beim Denkmal der Roten Armee am Schwarzenbergplatz, wo erneut eine Kranzniederlegung stattfand

 

 

Flyer VAS Strasshof3 5

 

 

Kategorie: Veranstaltungen

Gedenken, woran nie gedacht wurde 12. April 2015

Am 10. April 1945 wurde das Durchgangslager Strasshof befreit. Seine Existenz geriet in Vergessenheit, wurde zu einem Punkt in der Ortschronik. Seit 1988 wird die Massengrabanlage am Waldfriedhof in das jährliche Totengedenken miteinbezogen. 2009 machte sich die Arbeitsgruppe Strasshof daran, die Geschichte des Durchgangslagers und der kleineren Arbeitslager vor Ort zu erforschen. 2011 wurde das Erinnerungsmal der Öffentlichkeit übergeben. Besondere Resonanz fand unsere Arbeit in Ungarn. Seit 2013 kommen jährlich über 200 Menschen und sie gedenken mit uns der Opfer des Durchganglagers Strasshof.

Um die Bedeutung dieses Ortes im System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit zu vermitteln, veranstaltet der Verein Arbeitsgruppe Strasshof nun einen Workshop im Heimatmuseum Strasshof. Wir möchten Sie einladen, sich die Vorträge anzuhören und gemeinsam an einer Führung zu den Orten der Zwangsarbeit teilzunehmen. Orte, die Sie vielleicht kennen, Orte, die Sie vielleicht öfter besuchen, deren Geschichte Ihnen bis jetzt aber verborgen geblieben ist.

Kategorie: Veranstaltungen

Gedenkfahrt aus Ungarn 13. Mai 2013

Am 13. Mai 2013 besuchte eine Gedenkfahrt mit rund 300 Teilnehmern aus Ungarn das Erinnerungsmal. Als Redner traten unter anderem auf: der Präsident des Dachverbandes der jüdischen Gemeinden in Ungarn Peter Feldmayer, der Leiter des Holocaust Museums in Budapest Universitätsprofessor Szabolcs Szita sowie der ehemalige Präsident des ungarischen Obersten Gerichtshofs und nunmehrige Repräsentant der überparteilichen Menschenrechtsorganisation „Rat für Menschenrechte“ Zoltán Lomnici. Die Gäste wurden von Bürgermeister Ludwig Deltl begrüßt. Den offiziellen Gedenkakt folgte  eine interreligiöse Zeremonie mit Vertretern der christlichen Kirchen Ungarns sowie der verschiedenen jüdischen Glaubensrichtungen bei der auch die Vertreter der christlichen Kirchen in Strasshof anwesend waren.

 

Gebet für Frieden und Gerechtigkeit

Am 9. Mai 2013 fand das zweite Gebet für Frieden und Gerechtigkeit beim Erinnerungsmal statt.


Gebet für Frieden und Gerechtigkeit

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2. Gedenkfahrt aus Ungarn und 3. Gebet für Frieden und Gerechtigkeit in Strasshof, 22. Juni 2014 

Vor 70 Jahren fanden die Deportationen aus Ungarn nach Strasshof statt. Aus Anlass des traurigen Jubiläums dieser Deportationen hatten wir beschlossen, dieses Jahr den Gedenkakt an die Opfer des Durchgangslagers Strasshof gemeinsam mit ehemaligen Überlebenden, deren Nachkommen sowie weiteren Teilnehmer_innen der Gedenkfahrt aus Ungarn zu veranstalten.

Die Beiträge der Redner_innen erinnerten an die Verbrechen der NS-Zeit, das Leid der Opfer und Bedeutung der Geschehnisse für die Gegenwart:

Bernhard Blank, Obmann, Verein Arbeitsgruppe Strasshof
Ludwig Deltl, Bürgermeister von Strasshof
Gábor Hajas, Gesandter und Geschäftsträger der Republik Ungarn
Peter Florianschütz, Abgeordneter des Wiener Landtags
Anna Petrasovits, Organisatorin der Reise aus Ungarn
Zoltán Lomnici, Vorsitzender des Rats für Menschenrechte, Ungarn
György FrischVorsitzender des Verbandes für die Opfer des Nationalsozialismus, Ungarn

Den Abschluss der Gedenkzeremonie bildete eine interreligiöse Feier mit Vertretern jüdischer und christlicher Glaubensrichtungen aus Ungarn und Österreich.

Hierauf besichtigten die Gäste aus Ungarn das ehemalige Lagergelände, dessen Umrisse zuvor vom Verein Arbeitsgruppe Strasshof mit Fahnen kenntlich gemacht worden waren. Es folgte eine Fahrt mit den Bussen über das ehemalige Flugplatzgelände, wo im Jahr 1944 zahlreiche Deportierte aus Ungarn zur Zwangsarbeit eingesetzt worden waren. Am Friedhof von Strasshof wurde darauf in einer kurzen Zeremonie bei dem 1988 errichteten Gedenkstein vor der Massengrabanlage der Opfer des Durchgangslagers Strasshof ein Kranz niedergelegt. Ebenso wurde der Toten der Roten Armee gedacht, die bei der Befreiung des Lagers und der Ortschaft Strasshof ums Leben kamen und am örtlichen Friedhof begraben liegen.

Nach einem Besuch im neu eröffneten Heimatmuseum Strasshof wurde im Haus der Begegnung in Strasshof eine vom Roten Kreuz organisierte koschere Mittagsmahlzeit für unsere Gäste aus Ungarn gereicht. Dort fand auch der zweite Teil der Veranstaltung statt.

In einem Vortrag berichtete der Obmann des Vereins Arbeitsgruppe Strasshof Bernhard Blank über die Aktivitäten des Vereins und einer Gesprächsrunde stellten die Mitglieder des Vereins ihre Arbeit und ihre Intentionen dabei vor. Darauf erzählten Zeitzeugen aus Ungarn, über ihre Erlebnisse im Durchgangslager Strasshof und über die Zeit, die sie als Zwangsarbeiter in Österreich verbracht hatten. Den Abschluss bildete die Feier des Überlebens, bei der die Sunbeam Dancegroup, ein Integrationsprojekt gehörloser und behinderter Menschen eine Performance darbot. Der Auftritt des Is...REAL! Project Orchestra begeistert am Ende der Veranstaltung die Anwesenden mit modernen Interpretationen von jüdischem Folk-Pop.

Kategorie: Veranstaltungen

Aktuell

Gedenkveranstaltung 2016:

Sonntag, 29. Mai 11.00 beim Erinnerungsmal

Programm

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