Das Durchgangslager Strasshof war bereits bevor der Verein Arbeitsgruppe Strasshof die Arbeit an der Sammlung von historischem Material vor Ort aufnahm, zumindest aus Erwähnungen in anderen Büchern bekannt.  Um Interessierten direkt im Ort die Möglichkeit zu geben, mehr über das Durchgangslager und die Situation der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, die durch dieses Lager gegangen sind, zu erfahren, kam es zu einer Kooperation des VAS mit der Gemeinde Strasshof. Gemeinsam mit Bürgermeister Ludwig Deltl und der Leiterin der Gemeindebücherei Andrea Wlach wurde beschlossen, pro Quartal ein bis zwei Bücher mit lebensgeschichtlichen Erinnerungen oder wissenschaftlichen Aufarbeitungen zu beschaffen, die Bezug zu den Lagern der NS-Zeit haben.

Die ersten beiden Bücher sind nun in der Gemeindebücherei entlehnbar. Diese befindet sich  im  Gemeindehaus (hinter dem Parkplatz des Einkaufszentrums, direkt neben der Baustelle der neuen Mittelschule). Die Bücherei hat (Stand Frühjahr 2013) Dienstag von 16-19 Uhr und Freitag von 13:30-18:00 Uhr geöffnet.  Die Entlehngebühren betragen 50 Cent pro Buch für Erwachsene und 10 Cent für Jugendliche, sonst fallen keine Gebühren an.

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BuchcoverIrene Suchy: Strasshof an der Nordbahn. Die NS-Geschichte eines Ortes und ihre Aufarbeitung. Wien 2012;  Metroverlag;  ISBN:  978-3-9930005-4-7.
Teils von Acker, teils von Wald, teils von Gebäuden bedeckt, verfallen die letzten baulichen Überreste des 1945 aufgelösten Durchgangslagers Strasshof von Jahr zu Jahr mehr. Dort wo sich einst das Lagertor befand, hat ein Fuhrunternehmen seine Garagen errichtet. Dahinter stehen auf dem Boden des ehemaligen Lagergeländes noch die Reste eines in den achtziger Jahren gebauten und wenig später gescheiterten Freizeitclubs. Die in den Boden gemauerten Bunker, bis in die neunziger Jahre von Kindern als Abenteuerspielplatz genutzt, wurden zugeschüttet, die letzten gemauerten Barackenfundamente versinken bereits seit längerem unter der Grasnabe.

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BuchcoverRobert Quintilla, Ein Gallier in Danubien. Erfahrungen eines Zwangsarbeiters unter dem NS-Regime (Wien 2006).

Der aus Frankreich stammende Verfasser hielt in einer schlichten Sprache seine lebensgeschichtlichen Erinnerungen an seine Zeit als Zwangsarbeiter in Ostösterreich fest. Während er versuchte sich dem Arbeitszwang und der Ausbeutung zu entziehen, beobachtete er mit wachen Augen seine Umgebung und liefert so eine neue Perspektive auf ein lange Zeit verdrängtes Kapitel der Geschichte.

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BuchcoverHelena Schvarcz-Horovitz, Ein Hering für zwei Zigaretten. Erinnerungen einer Holocaust-Überlebenden an die Deportation der ungarischen Juden nach Strasshof, an die Arbeitslager in Wien und die Todesmärsche durch Österreich (Konstanz 2006).

Das Buch ist verfasst in der einfachen Sprache einer Frau, die mit viel seelischer Kraft, Überlebenswillen und Vertrauen in Gott gemeinsam mit ihren Kindern den Holocaust überlebte. Durch all diese grauenhaften Erfahrungen hindurch verlor sie nicht ihren Lebensmut, sondern fand kurz vor ihrem Tod noch die Kraft für sich, ihre Familie und die Welt noch einmal Zeugnis abzulegen, von dem was Menschen bereit sind Menschen anzutun.

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